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Nach der Kanzlerrede zur Partnervermittlung


By adminGeschrieben am18 Juli 2007

AKTION / Für das Projekt Schule als Staat wird das Freihof-Gymnasium zu
"Eleutheria"

Nach der Kanzlerrede zur Partnervermittlung

Das Freihof-Gymnasium ist zurzeit für eine Woche in "Eleutheria" umbenannt.
Hinter der Grenze läuft das Projekt "Schule als Staat" - mit allen
Facetten von Wirtschaft und Politik. In einem symbolischen Akt wurden den
Schülern die Schlüssel für die Schule übergeben.

EVA-MARIA MANZ

GÖPPINGEN

Wer in dieser Woche die Göppinger Innenstadt durchquert, hört und sieht es
schon von weitem: Rund um das Freihof-Gymnasium sind Stände aufgebaut, man
hört Musik. Der Hof ist von Zäunen umgeben. Wer an den "Zollbeamten"
vorbei ins Innere geht, trifft auf den Biergarten "Zur wilden Wiesn Lisl".
Willkommen in "Eleutheria", wie die Freihof-Gymnasiasten ihren
Schülerstaat genannt haben. Alle haben sich lange auf das Projekt
vorbereitet.

Irgendwo am Rand des Hofes sitzen ein paar "Straßenmusiker" zusammen und
spielen angesagte Lieder auf der Gitarre. Wer bei hochsommerlichen
Temperaturen Durst hat, kann sich beim Stand "Eiskalte Versuchung" einen
leckeren Milchshake kaufen. Doch etwas ist anders hier: Der Shake kann
nicht mit Euros bezahlt werden. Nur echte "Ellis", die zuvor am Eingang
eingetauschte Währung des Schülerstaates, werden als Zahlungsmittel
akzeptiert.

Am Montag wurde der Staat festlich eingeweiht, und Freihof-Schulleiter
Günter Roos übergab symbolisch einen großen silbernen Schlüssel aus Pappe
an den gewählten Kanzler Ken Schubert. Eine Woche lang haben die
demokratisch gewählten Staatsoberhäupter von "Eleutheria", Schüler des
Freihof-Gymnasiums, jetzt das Sagen. Der Kanzler forderte in seiner Rede
alle dazu auf, eine Woche lang "das Maximale" zu geben. "Ladet jeden zu
uns ein. Wir können hier einiges erreichen. Wir sind alle stolz, Bürger
von Eleutheria zu sein", so motivierte Ken Schubert die jubelnden Bürger.
Zur Einstimmung auf die Woche in "Eleutheria" sangen alle zusammen die
selbst komponierte Staatshymne, in der es heißt "Frohsinn, Gemeinsamkeit
führen uns zu Einigkeit, dort wo Menschen Lachen sähn, fängt Eleutheria an
zu blühn". Viele Plakate auf dem Schulhof werben für Aktionen in den
Schulgebäuden. Dort steht zum Beispiel "Tanzen ist ein Muss, bei Quick
Step wird es zum Genuss". In schnuckligen Cafés und angesagten Lounges und
Restaurants wird für verschiedene Gaumenfreuden gesorgt.

Wer Blumen braucht, geht in die Gärtnerei "Sunshine". Wer wissen will, was
die Zukunft bringt, befragt das "Orakel von Delphi", sogar wer die Liebe
sucht, muss nicht verzweifeln. Beim "Blind-Date-Verkupplungsservice"
findet er bestimmt den Richtigen. Und wenns nicht klappt, dann kann sich
Frau zumindest für einen Abend lang vertrösten: Die Agentur "Rent a Man"
verspricht für jeden ein Date.

Auch in den verbleibenden Tagen der Woche sind außerdem viele zentrale
Veranstaltungen geplant. Eine Podiumsdiskussion, ein Volleyballturnier und
eine Disko sorgen für Spaß und Unterhaltung bei den Bürgern von
"Eleutheria" und deren Besuchern.

INFO

In "Eleutheria" ist jeden Tag von 9 bis 16 Uhr Betrieb. Erwachsene
Besucher zahlen drei Euro, Kinder zwei Euro Eintritt pro Tag. Am Samstag
ist ein spezieller Familientag geplant.
 
Quelle: Südwest Presse vom 19.07.2007