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Freihof holt Berufswahl-Siegel


By adminGeschrieben am17 Juni 2008

Göppinger Gymnasium gewinnt Auszeichnung der Landesstiftung

Das Göppinger Freihof-Gymnasium gehört zu den 18 Schulen der Region, die
sich das Berufswahl-Siegel der Landesstiftung Baden-Württemberg geholt
haben. In Stuttgart wurden jetzt die Plaketten überreicht.

ARND WOLETZ

Göppingen

Was tun nach der Prüfung? Die meisten Schüler stehen schon während ihrer
Schulausbildung in einem langwierigen Entscheidungsprozess. Was ist der
richtige Beruf für mich? Und wie gelange ich dort hin? Die Jugendlichen
müssen sich zwischen 350 Ausbildungsberufen und einer fast
unüberschaubaren Zahl an Studiengängen festlegen. Keine leichte Aufgabe.
Die Landesstiftung Baden-Württemberg will - in Zusammenarbeit mit der
Industrie und Handelskammer (IHK) und dem Wirtschaftsministerium mit dem
Projekt "Boris - Berufswahl-Siegel Baden-Württemberg" ein Netzwerk
schaffen, das bei der Berufs- und Studienwahl junger Absolventen die
Zusammenarbeit mit den Unternehmen stärken soll.

Alle weiterführenden Schulen, die Berufsorientierung anbieten und sich die
Arbeit bewerten lassen wollten, waren zur Teilnahme aufgerufen. Das
Göppinger Freihof-Gymnasium hat als eine von 18 Schulen aus der Region das
Siegel bekommen - darunter war lediglich ein weiteres Gymnasium. Susanne
Blessing, die Beauftragte für Berufsorientierung am Freihof-Gymnasium,
nahm bei der Stuttgarter IHK die Plakette entgegen. Am Montag folgt im
Haus der Wirtschaft die Übergabe der landesweit erteilten Urkunden. "Bei
den gewürdigten Projekten steht der herausragende Austausch zwischen
Schule und Wirtschaft im Vordergrund", heißt es in einer Pressemitteilung
der IHK Stuttgart.

Eine Jury aus Vertretern der Unternehmen, Schulen und Kammern hatte das
Angebot auch am Freihof einen Tag lang unter die Lupe genommen und
bewertet. Das Göppinger Gymnasium schnitt sehr gut ab. Das Spektrum, das
den Schülern geboten wird, war preisverdächtig. Susanne Blessing nennt
Beispiele: Neben dem Bogy-Programm läuft am Freihof-Gymnasium das
Mentorenmodell, bei dem Schüler die Rolle der Nachhilfe mit übernehmen. In
der "Talenteschmiede" durchlaufen Schüler der zehnten und elften Klasse
unter anderem einen Berufscheck. Beim Hochschultag am Freihof haben
Studenten der Organisation "Gscheit studiert" von ihrem Werdegang
berichtet. Außerdem haben Firmenvertreter von Kreissparkasse, AOK und DBK
über Bewerbertraining informiert. Dazu kamen viele Vorträge,
beispielsweise von Mitarbeitern der Arbeitsagentur über die beruflichen
Möglichkeiten und die nötigen Anforderungen. Das alles und noch mehr war
ausschlaggebend für die Entscheidung der Jury. Das Siegel ist auch Ansporn
für die Zukunft, bestätigen Susanne Blessing und Schulleiter Günter Roos
vom Freihof-Gymnasium. "Es gibt noch viele Ideen, die wir umsetzen
könnten", sagt Susanne Blessing. Für Herbst schon fest eingeplant ist am
Freihof-Gymnasium eine weitere Info-Veranstaltung zum Thema Berufswahl.
 
Ein Siegel - drei Ziele

Das Berufswahl-Siegel verfolgt im Wesentlichen drei Ziele:

·Die berufliche Orientierung von Schülern verbessern

·Die Zusammenarbeit von Schulen mit externen Partnern ausbauen

· Transparenz bei Angeboten ud Aktivitäten schaffen. Das soll den
Wettbewerb anregen und ein Einstieg in die Qualitätsentwicklung aufzeigen
 
Quelle: Südwest Presse vom 18.06.20 08