Sie sind hierRechberghausen trauert um Konrad Plieninger

Rechberghausen trauert um Konrad Plieninger


By adminGeschrieben am21 Juli 2008

Große Verdienste um Ortsgeschichte

Rechberghausen trauert um Konrad Plieninger

Im Alter von 79 Jahren ist der Heimatforscher und frühere
Gymnasialprofessor Konrad Plieninger aus Rechberghausen gestorben.

CHRISTA HERMANN

Rechberghausen

Es lässt sich wohl nur erahnen, welche Verdienste sich der in Potsdam
geborene Konrad Plieninger im Hinblick auf die Erforschung der
Ortsgeschichte von Rechberghausen erworben hat. Einige Jahre arbeitete er
als Gymnasialprofessor am Freihofgymnasium in Göppingen, später widmete er
sich in Esslingen der Ausbildung von Geschichtsreferendaren. Für die
Gemeinde Rechberghausen war die Ortswahl von Plieninger sicher ein
Glücksgriff, denn im Ruhestand widmete er sich voller Enthusiasmus der
Erforschung der Ortsgeschichte. Plieninger arbeitete aber auch an
verschiedenen Themenstellungen der Landes- und Kreisgeschichte.

Nicht nur zahlreiche Publikationen belegen sein fundiertes Schaffen, mit
dem sich der Heimatforscher in Fachkreisen einen Namen machte, ergänzt
wurde seine schriftlichen Ausarbeitungen durch zahlreiche Vorträge, in
denen der Historiker seine Zuhörer nicht nur mit Forschungsergebnissen
faszinierte, die er in zeitaufwendigen Recherchen gewinnen konnte, sondern
in denen es ihm auch immer wieder gelang, das Interesse an der Geschichte
zu wecken. Konrad Plieninger arbeitete vor einigen Jahren das Pfarrarchiv
des Katholischen Pfarramts auf, eine Arbeit, bei der er für die
Kirchengeschichte bedeutsame Archivalien sichern konnte. Sein historisch
breit angelegtes Interesse kam darüber hinaus auch in Forschungen zum
Schlosshof, zum Neuen Schloss, dem heutigen Rathaus von Rechberghausen,
zur Unteren Mühle und dem Mühlenwesen an sich, auch in der Erforschung von
Kirchen und Kapellen, aber auch in Themen wie der Aufarbeitung des
Nationalsozialismus zum Ausdruck. Plieninger wurde im Oktober 2006 für
sein Schaffen mit der Ehrennadel des Arbeitskreises Heimatpflege im
Regierungsbezirk Stuttgart ausgezeichnet.
 
Quelle: Südwest Presse vom 22.07.2008