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Stiftung zeichnet zehn Schulen für ihre Geschichtsaufarbeitung aus


By adminGeschrieben am04 November 2008

Die Staufer in Spiel und Bild
 
Stiftung zeichnet zehn Schulen für ihre Geschichtsaufarbeitung aus
 
Seit 1994 vergibt die Stauferstiftung den Staufer-Schülerpreis. Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Schulklassen und Schüler höchst unterschiedlich dem Thema Mittelalter und Staufer genähert.
 
MARGIT HAAS
 
Kreis Göppingen
 
Sie haben geforscht, gebastelt, gemalt, genäht, gekocht, Spiele und ein Schattenspiel entworfen - die zahlreichen Schulklassen , die sich am von der Stauferstiftung Göppingen ausgeschriebenen Staufer-Schülerpreis beteiligt haben. Seit der Gründung der Stiftung im Jahre 1994 wird er alle zwei Jahre vergeben. Denn die Stiftung wolle "nicht nur der hohen Wissenschaft, sondern auch an die Schüler in Landkreis denken", erläutert Geschäftsführer Walter Ziegler. Darüber hinaus wolle man sie so motivieren, sich mit der Geschichte ihrer Heimat zu befassen.
Die Schüler haben sich in den vergangenen Monaten ganz unterschiedlich, in jedem Falle aber höchst kreativ der Geschichte des Mittelalters angenähert, wie die Ausstellung ihrer Arbeiten im Foyer des Landratsamtes eindrucksvoll belegt. 13 Arbeiten waren eingereicht worden, die Jury hat in drei Kategorien zehn Preise verliehen.
Die Uhland-Grundschule Göppingen hat sich Hildegard von Bingen zum Thema gemacht. Sie haben ihr Leben beleuchtet, eine Klosterzelle in einem Schuhkarton nachgebaut, Kissen bestickt und sich mit der Frage des gesunden Frühstücks beschäftigt. Die Grundschule Ottenbach baute Burgen und bastelte Alltagsgegenstände wie Schmuck, Schnabelschuhe und eine Rüstung aus Karton. Spielerisch gings bei der vierten Klasse der Janusz-Korczak-Schule Göppingen zu: Sie entwarf ein Spiel mit vielen Fragen zu den Staufern.
In der Gruppe zwei erhielt die Klasse sieben der Hermann-Hesse-Realschule Göppingen einen ersten Preis unter anderem für ein Mobile mit dem Stammbaum der Staufer und einem Portrait von Friedrich I.. Ein monumentales Modell der Burg auf dem Hohenstaufen schuf das Freihof-Gymnasium, das auch die Geschichte ihrer Belagerung in einem Cartoon lebendig werden ließ. In der Gruppe drei wurden die Metallbauer der Gewerblichen Schule Göppingen ausgezeichnet. Sie hatten das staufische Wappenschild kunstvoll nachgebaut.
Einen zweiten Preis erhielt Hannah Rueß. Die Schülerin der Waldorfschule hat ihre Forschungen über das Leben und Wirken Friedrich I. in einem eindrucksvollen Fotobuch dargestellt. Ausgezeichnet wurde mit dem Gymnasium Friedrich II. zum ersten Mal eine Schule außerhalb des Landkreises. Die Lorcher Gymnasiasten hatten detailliert das Leben ihres Namensgebers untersucht. Einen Anerkennungspreis sprach die Jury der Heinrich-Schickhardt-Schule Bad Boll zu. Die Schüler stellen Radierungen zahlreicher bedeutender stauferzeitlicher Bauwerke aus.
Den Sonderpreis der Stauferstiftung erhält die Geschichts-AG der Schurwaldschule Rechberghausen. Sie hat ein Schattenspiel über das Leben von Irene von Byzanz geschrieben, das im Frühjahr an der Schule uraufgeführt werden wird.
 
Info Die Preisverleihung findet am Samstag um 18 Uhr im Foyer des Landratsamtes Göppingen statt. Die Ausstellung im Landratsamt ist noch bis zum 14. November zu sehen.
 

Quelle: Südwest Presse vom 04.11.2008