Sie sind hierGute Noten für das Freihof-Gymnasium

Gute Noten für das Freihof-Gymnasium


By adminGeschrieben am27 März 2009

Landesinstitut hat die Schule bewertet

In den nächsten fünf Jahren sollen alle Schulen in Baden-Württemberg
bewertet werden. Das "Freihof" war das erste Gymnasium in der Region, das
sich einer so genannten Fremdevaluation zu stellen hatte.

BENEDIKT WIEDEMANN

Göppingen

"Ich begreife es als eine Chance, etwas über die eigene Schule zu erfahren
und auch Dinge zu verändern", sagt Schulleiter Günther Roos. Als erstes
Gymnasium in der Region wurde jetzt das Göppinger Freihof-Gymnasium vom
Landesinstitut für Schulentwicklung bewertet. Allein 26 Qualitätsmerkmale
wie Verwaltung und Organisation, Schulleben oder Umgang mit beruflichen
Anforderungen gab es. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen.

In 17 von 26 Fällen wurde dem Göppinger Gymnasium eine ausgezeichnete
Praxis attestiert. In acht Bewertungskategorien fand sich die Schule im
guten Bereich wieder. Einzig die Gestaltung der Klassenzimmer wurde als
"wenig funktional" kritisiert. Für Schulleiter Roos ist das eine
Bestätigung: "Wir haben uns diesem Thema schon sehr früh gestellt und
schon seit 2006 systematisch Selbstevaluationen durchgeführt, damit haben
wir uns auch einen gewissen Druck genommen". Lehrer Andreas Vietzke sieht
es ähnlich: "Das ist für mich ein Markenzeichen des Freihof, dass man
nicht wartet, bis man es machen muss, sondern langfristig plant."

Im Dezember 2006 beschloss der Landtag die verbindliche Einführung von so
genannten Selbst- und Fremdevaluationen, also Bewertungen von außen und
von innen. Innerhalb der nächsten fünf Jahre sollen sich alle Schulen in
Baden-Württemberg einer Fremdevaluation durch ein dreiköpfiges
Expertenteam stellen. Der Bericht stützt sich unter anderem auf Interviews
mit Schulleitung, Lehrern, Schülern und Eltern, Beobachtungen von
Unterrichtssituationen und einem Schulhaus-Rundgang.

Dem Freihof-Gymnasium wurde dabei der Gesamteindruck einer
"fortschrittlichen und innovativen" Schule mit einem "dynamischen
Schulentwicklungsprozess und funktionierender Organisation" ausgestellt.
Als lobenswert wurde das Prinzip des "Mitmachen und Sich-Beteiligen"
herausgehoben. Auch die Angebote zur Förderung und Entfaltung der Schüler
wurden ausdrücklich gelobt - das rhythmisierte Ganztagesangebot und die
vielfältigen Austauschprogramme sind hier zu nennen. Auch wenn es anfangs
Vorbehalte gegen die Selbstevalutation gab, Vietzke ist der Meinung, dass
es sich lohnt, die Arbeit zu systematisieren "um die eigenen Ansprüche und
Abläufe konkret überprüfen zu können". Dem Evaluationsverfahren spricht er
ein "hohes Maß an Professionalität" zu. Der Schulleiter will sich nicht
auf den Lorbeeren ausruhen: "Natürlich ist es schwer genug, den hohen
Standard zu halten, trotzdem muss man den Anspruch haben, das Gute noch zu
verbessern." Ein Mittel sei das Individualfeedback - Lehrer geben sich
gegenseitig Rückmeldung über ihr Verhalten im Unterricht.

Quelle:Südwest Presse vom 17.3.2009